Schulname

Den Namen Gemeinschaftsgrundschule Rath-Anhoven haben wir im Juni 2008 um den Zusatz Kastanienschule ergänzt.

An der Namensfindung waren unsere Kinder, Eltern, die Bewohner des Ortes und die Lehrpersonen beteiligt. Die Schulkonferenz hat sich dann schließlich für den Namen „Kastanienschule GGS Rath-Anhoven“ entschieden.

Es gibt kaum einen anderen Laubbaum, den jeder auf Anhieb erkennt, wie den Kastanienbaum. Wir finden ihn überall, in Parks, Alleen, an Wegen und bei uns vor der Schule.

Laut Erzählungen standen an der alten Rather Schule auch Kastanienbäume.

Allen Kindern die diese Schule besuchen ist der riesige Kastanienbaum im vorderen Eingangsbereich bekannt. 

Der Kastanienbaum macht uns viermal im Jahr Freude: Im Winter mit seinen großen Knospen, im April beim Erscheinen der typischen langstieligen, handförmigen Blättern, im Wonnemonat Mai mit seinen prächtigen Blüten und im Herbst mit den großen glänzenden Früchten.

Das Sammeln der Kastanien ist jedes Jahr ein Höhepunkt. Auch die „neuen Kinder“ werden schnell von der Sammelleidenschaft angesteckt. Dann werden die Taschen vollgestopft, es wird geschaut, welches die größten, schönsten und glänzendsten Früchte sind. Alle sammeln, spielen und basteln damit.

 

Im Folgenden ein Interpretationsansatz, der die Bedeutung des Namens für unsere Schule und für unsere erzieherischen Schwerpunkte erklärt:

Früher war der Kastanienbaum in den Dörfern ein Ort der Begegnung.

Die Kastanie symbolisiert die Eigenschaften Bodenständigkeit, Offenheit, Mut und Selbstvertrauen.

Gleichzeitig steht die Kastanie für den Beginn einer neuen Lebenssituation. Dies alles lässt sich sehr gut auf unser Schulleben und unsere Schüler übertragen.

Betrachtet man die Kastanie, so fällt zuerst die Stachelhülle ins Auge. Die Kastanie liegt eingebettet in eine dicke Schale: innen weich – außen hart und stachelig. Die Schale hat zwei Funktionen: Einerseits bietet sie Schutz und andererseits die Versorgung des Kerns mit allem Notwendigen.

Für die Erziehung und Bildung unserer Schule bedeutet dies, den Kindern das Grundgerüst mitzugeben, das sie für ein selbstbestimmtes und verantwortliches Leben in der Gesellschaft und für ihre  weitere Schullaufbahn brauchen.

Kommen wir zum wichtigsten und schwierigsten Part. Der Kastanienkern wächst und reift. Der Mensch kann weder „gewachsen werden“ noch „gereift werden“. Unsere gemeinsame Aufgabe besteht darin, den Kindern zu helfen, indem wir sie zum Lernen verführen, ihnen beim Lernen helfen und Lernstrategien vermitteln. Lernen muss der Lernende selbst. Die Kinder müssen selbst lernen wollen und selbst Verantwortung übernehmen.

 

Die Kastanie platzt auf, ist also reif. Der Kern ist reif, er hat durch seine Größe die Stachelhülle von innen heraus gesprengt, jedoch entlang klar vorgezeichneter Bruchlinien. Und so ist auch das Heranwachsen der Kinder ein doppelter Prozess:

Einerseits erkämpfen die Kinder sich sukzessive selbst den Raum, den sie brauchen. Auf der anderen Seite ist es Aufgabe der Erziehenden ihnen diesen Raum zur Entfaltung einzuräumen, sie letztlich in das weitere Leben zu entlassen.

 

 

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